Berlin-Brandenburg hat sich zu einem bedeutenden Automotive-Standort entwickelt. Die Zahl der Zulieferer wächst beständig, rund 21.000 Mitarbeiter sind heute in über 200 Unternehmen beschäftigt.

Das Spektrum der Firmen ist breit gefächert. Große Original Equipment Manufacturer (OEM) finden sich Seite an Seite mit Global Playern und regionalen KMU der Zulieferindustrie. Das Leistungsangebot reicht von der Produktion von Zubehörteilen bis zur Entwicklung und Herstellung kompletter Fahrzeuge. Produktionsstandorte von Fahrzeugherstellern und Tier-1-Zulieferern wie BMW, Brose, Continental, Daimler, Goodyear Dunlop, Mercedes-Benz,Pierburg, Robert Bosch Automotive Steering, Schaeffler, Takata und Weber Automotive formen den industriellen Kern der automobilen Kompetenz in Berlin-Brandenburg. Darüber hinaus prägt eine Vielzahl innovativer kleiner und mittlerer Unternehmen das Handlungsfeld.

Enge Verzahnung von Praxis und Forschung

Eine besonders wichtige Rolle für die regionale Branche spielen spezialisierte Entwicklungsdienstleister wie zum Beispiel IAV, INPRO, Mahle Amovis, Hella Aglaia und Carmeq. Diese Engineering-Unternehmen sind häufig aus wissenschaftlichen Einrichtungen heraus entstanden und pflegen weiterhin engen Kontakt mit Hochschulen für Forschungs- und Entwicklungskooperationen und zur Akquisition von Nachwuchskräften im Ingenieurbereich.

Die Technische Universität Berlin stellt den Kern der Forschungskompetenz im Automotivebereich in Berlin. In Brandenburg nehmen die BTU Cottbus-Senftenberg insbesondere für die Leichtbauthemen sowie die TH Wildau für aktuelle Fragestellungen rund um das automatisierte und vernetzte Fahren starke Positionen ein. Neben weiteren Universitäten und Hochschulen der Region sind es darüber hinaus außeruniversitäre Einrichtungen wie der Standort des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Adlershof und mehrere Fraunhofer-Institute, die mit Kompetenzen rund um das Automobil aufwarten.

Besondere Stärken

Die Region Berlin-Brandenburg verfügt über besondere Stärken in den Bereichen Antriebstechnik, neue Kraftstoffe, Verkehrs- und Fahrzeugsicherheit sowie - mit stark steigender Bedeutung - in der intelligenten Mobilität. Dazu gehören vernetzte, intermodale und automatisierte Verkehre. Weitere Schwerpunkte bilden Leichtbau und Produktionstechnik.

Elektromobilität in der Hauptstadtregion

Innovative Verkehrssysteme mit zu entwickeln und umzusetzen, sind zentrale Zielsetzungen der Unternehmen und Institute im Cluster VML. Die Elektromobilität verleiht der Automotive-Branche neue Perspektiven und erweitert das Akteursfeld um bisher branchenfremde Unternehmen. Zwar geht die Elektromobilität weit über die eigentliche Fahrzeugtechnik hinaus, sie stellt aber einen technologischen Kernbereich dar und bietet die Chance, vom stattfindenden Wandel zu profitieren.

Chancen nutzen

Die Nutzung der Chancen erfordert offensives Handeln. Vor diesem Hintergrund bündelt die bei Berlin Partner für Wirtschaft und Technologie angesiedelte Berliner Agentur für Elektromobilität eMO die Aktivitäten auf diesem Feld. Die Agentur, die bereits das Projekt „Schaufenster für Elektromobilität“ erfolgreich durchgeführt hat, vernetzt Akteure, koordiniert und kommuniziert Projekte rund um das Thema intelligente Mobilität. Das Angebot von Systemen und Komponenten wird kontinuierlich weiter ausgebaut, wobei Wissenschaft und Engineering-Dienstleister das Fundament der industriellen Wertschöpfung bilden. Die Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) liefern wichtige Impulse für Innovationen der Fahrzeugtechnik, aber auch für die Regelung des komplexen Zusammenwirkens von Energie- und Verkehrssystemen.

Kontakt

Christian Heinrich
Handlungsfeldverantwortlicher Automotive
Berlin Partner für Wirtschaft und Technologie GmbH
Juliane Reimer
Projektmanagerin Verkehr, Mobilität und Logistik
Wirtschaftsförderung Land Brandenburg GmbH